Deswegen tut Gott das gerade
Stell dir deine Küche nach einem Abendessen mit Freunden vor:
Auf dem Herd stehen noch halbvolle Töpfe, in der Spüle und daneben stapelt sich das Geschirr. Überall stehen angebrochene Zutaten und Gewürze herum, und die Geschirrtücher sind längst nicht mehr sauber. 👩🍳🥘🍳
Kurz zusammengefasst: Bevor du hier überhaupt etwas tun, gar Neues kochen kannst, muss erst einmal alles versorgt und aufgeräumt werden:
Denn Neues braucht Raum. Ordnung. Sauberkeit.
Und genau hier wird dieses Bild plötzlich mehr als eine Alltagsszene.Es hält uns den Spiegel vor. 🪞
Warum sind wir oft so ungeduldig in Bezug auf das Neue, das wir von Gott erwarten? Warum wünschen wir uns Veränderung, Durchbruch, neue Perspektiven - möchten aber nicht, dass Gott sich zuerst um die „unaufgeräumten Ecken“ unseres Lebens kümmert?
Kann es eventuell sein, dass Gott gerade damit beschäftigt ist, in deinem Leben Stück für Stück, Teller für Teller, Topf für Topf sauberzumachen?
Dass er Altes neu ordnet, Verletzungen berührt, Muster aufgedeckt, die du vielleicht lieber stehen lassen würdest? Dass Er Dinge verräumt, wegwirft, die du behalten wolltest, obwohl sie abgelaufen sind? 🤢
Nein, das macht keinen Spass. Aufräumen war noch nie angenehm. 😉Und insgeheim hoffen wir ja immer, dass jemand aufspringt und sagt: „Ich übernehme das für dich.“
Und doch wissen wir alle:Wenn die Küche wieder sauber ist, macht das Kochen plötzlich wieder Freude.Es entsteht Ordnung, in der das Leben aufblühen kann.
Vielleicht fühlt sich dein Leben im Moment weniger nach „Neuanfang“ an, sondern mehr nach Abwasch. Mehr nach Aufräumen als nach Aufbruch.
Dann halte fest:Gott räumt nicht auf, um dir etwas wegzunehmen.Er räumt auf, um dir Platz zu schaffen für das, was kommen soll:
Aufräumen HEUTE bedeutet: Aufbruch MORGEN.
Lass uns deswegen bewusst beten:
„Erschaffe in mir ein reines Herz, o Gott,und gib mir einen neuen, gefestigten Geist.“(Psalm 51:12 HfA)