Schrei - und sing
Machst du gerade etwas durch, von dem niemand was weiss?
Das kann aus verschiedensten Gründen so sein. Vielleicht, weil es dir peinlich ist. Vielleicht, weil du jemanden, der mitbetroffen ist, schützen möchtest.
Als ich Anfang des Jahres durch einen Waschmaschinen-Schleudergang der Sonderstürme gegangen bin, spürte ich, dass diese Zeit eine Zeit ist, die Gott mit mir persönlich durchgehen möchte.
Und immer wieder, wenn der Schmerz (körperlich) gross wurde und die Probleme (äußerlich) noch größer wurden, rief Gott mich in Seine Gegenwart. Es war nicht so, dass Gott plötzlich “da” war, nein, nein. Ich wusste:
“ICH muss es in die Hand nehmen und Gott diesen Raum wieder bewusst geben.”
Und ich hatte das lange nicht mehr so gemacht….
Du kannst es dir bildlich so vorstellen: Während die Schmerzen mich förmlich aufschreien liessen, schrie ich zu meinem Gott.Während ein weiteres Problem mich überrollen wollte, sang ich zu Gott.
Ganz nach dem Motto:Will das Leben dich in die Knie zwingen,fang an - umso lauter - zu deinem Gott zu singen!
Es mag nicht logisch klingen, doch: Schon lange hatte ich Gott nicht mehr so nahe gespürt, wie in diesem Moment, in dem Er mir so fern schien.
Verstehst du, was ich meine? Manchmal fühlt es sich an, als wäre Gott deinem Problem fern und zugleich ist Seine Gegenwart so greifbar nah.
In dieser Zeit ermutigte mich 1. Samuel 30 so sehr:
“David war sehr bedrängt…. aber er stärkte sich in dem Herrn, seinem Gott.” (aus 1. Samuel 30:6 SCH2000)
Erkennst du, wie es nicht heisst: “Der Herr stärkte David”, sondern: “David stärkte sich in dem Herrn.”
Und heute lege ich auch dir ans Herz:
Stärke dich im Herrn - und du wirst sehen: Er ist auch dir nicht fern!