Siehst du Gott so klein
Kann es sein, dass wir Gott gar nicht so viel zumuten, wie Ihm eigentlich möglich ist?
Lass mich das anhand eines Beispiels erklären. Ich habe eine – mir damals noch unbekannte Frau – getroffen. Treffpunkt war in einem Restaurant. Aufgrund der längeren Anreise hatte ich viel Zeit eingeplant und war nun zu früh da. So bestellte ich Getränke und rief die Kellnerin, bevor diese Dame ankam, zu mir:
“Können Sie mir bitte die Rechnung für meine Getränke fertigmachen, ich möchte nicht, dass sie nachher ALLES für mich bezahlen muss.”
Nach vier Stunden des intensiven und bereichernden Austausches sagte diese unfassbare Frau ganz nebenbei: “Ach so, das Restaurant und das Gebäude, in dem wir uns befinden, gehört mir.”
Und während ich auf dem Heimweg war, musste ich lachen: Ich hatte wirklich versucht, aus Rücksicht meine Getränke selbst zu bezahlen. Dabei saß ich mit jemandem am Tisch, dem das ganze Restaurant gehört! 🤭
Weißt du, genau so verhalten wir uns oft Gott gegenüber. Wir schieben Ihm unsere “große Schuld” hin, die wir nicht mehr tragen können. Aber die “kleinen Dinge” regeln wir lieber selbst. Aus Scham. Aus Stolz. Aus dem Gedanken heraus: “Das kann ich doch nicht auch noch von Ihm verlangen. DAS bekomme ich irgendwie selbst hin.”
Aber Jesus ist nicht am Kreuz gestorben, um “einen Teil” zu bezahlen. Er hat nicht gesagt: “Ich übernehme das Meiste – den Rest zahlst du.” Nein, Er hat geschrien:
Es ist vollbracht! Alles. Für alles. Für dich. (siehe Johannes 19:30 HfA)
“Denn Christus hat unsere Sünden, ja, die Sünden der ganzen Welt auf sich genommen.” (1. Johannes 2:2 HfA). Das ist so viel mehr als nur all “deine” Sünden!
Und ich frage dich heute: “Versuchst du – vielleicht ganz unbewusst – Gottes Großzügigkeit zu beschneiden? Ihm nicht zuzumuten, was Er längst getragen hat?” Dann lass dich erinnern:
Der, der mit dir am Tisch sitzt, besitzt nicht nur das Restaurant. Ihm gehört die ganze Welt. Und du bist Sein Kind. ❤️
Frohe Ostern! …